Pelletheizung - das sind die Vor- und Nachteile

Umweltschutz ist ein Thema, das nicht erst seit ständig zunehmenden Extremwetterlagen immer mehr in den Fokus der Allgemeinheit gerückt ist. Tatsächlich sind die festgelegten Klimaziele der Bundesrepublik dahingehend ausgelegt, dass bis ins Jahr 2040 in der Bundesrepublik Deutschland Klimaneutralität herrscht.

Das bedeutet, dass in Deutschland maximal so viel CO2 ausgestoßen werden soll, wie vonseiten der Natur gleichzeitig direkt wieder aufgenommen und verarbeitet werden kann.

Das ist ein Ziel, das nur mit einer Vielzahl von Veränderungen erreichbar ist. Einer der Hauptbereiche, in denen solche Veränderungen hin zu mehr Klimafreundlichkeit führen sollen, ist die Energiegewinnung. Kohlekraftwerke sollen nach und nach heruntergefahren werden, aber es ist auch im Privathaushalt notwendig entsprechende Veränderungen vorzunehmen.

Ein Bereich, in dem viele Privathaushalte in den letzten Jahren bereits eine Menge getan haben, sind die Heizungsanlagen. So kann beispielsweise schon der Einbau einer modernen Heizungsanlage zu einer deutlichen Reduzierung des CO2 Ausstoßes führen.

Wer eine neue Heizungsanlage in Betracht zieht, hat beispielsweise in einer modernen Pelletheizung eine wunderbare Alternative zu alten Öl- oder Gasheizungen. Wir haben hier die wichtigsten Informationen rund um das Thema Pelletheizungen inklusive Vor- und Nachteile einmal für Sie zusammengefasst.

 

Die Pelletheizung kurz erklärt

Eine Pelletheizung ist ein Heizsystem, das für die Befeuerung Holz bzw. sogenannte Pellets verwendet. Ähnlich wie eine Öl- oder Gasheizung sind auch Pelletheizungen so aufgebaut, dass sie automatisch funktionieren. Die Pellets werden in einem Pelletsilo gelagert und durch eine Vorrichtung in den Heizkessel befördert.

Zur Reinigung der Anlage müssen Aschereste drei- bis fünfmal im Jahr aus der dafür vorgesehenen Auffangvorrichtung entfernt werden. Das funktioniert nicht automatisch – hier ist händisches Eingreifen erforderlich.

Schon gewusst?

Pellets sind unter hohem Druck gepresste Holzspäne und Holzreste aus Sägewerken und holzverarbeitenden Betrieben. Diese kommen ohne Verleimung oder ähnliche schädliche (Inhalts-)Stoffe daher und halten einfach aufgrund des enormen Drucks, unter dem sie gepresst wurden, dauerhaft zusammen. Pellets verbrennen sauberer als Holzscheite und haben dabei auch noch einen hohen Heizwert. Das liegt zum Beispiel daran, dass hier keine Rinde vorhanden ist. Auch die Restfeuchtigkeit in Pellets ist deutlich niedriger als die in klassischen Holzscheiten.  

Arten von Pelletheizungen

Es gibt drei unterschiedliche Arten von Pelletheizungen. Diese sind:

  • die klassische Pelletheizung
  • der Pelletofen
  • der Kombikessel

Der Pelletofen ist nur für die Beheizung eines einzelnen Raumes vorgesehen und wird vor allem in sehr alten Häusern, die bisher noch mit einem Kohleofen beheizt wurden, eingesetzt. Manche dieser Pelletöfen verfügen auch über eine Wassertasche. An die Zentralheizung angeschlossen kann auch der Pelletofen größere Wohneinheiten erwärmen – ab einer gewissen Raumanzahl reicht allerdings die Wärmelieferung aus einem einfachen Pelletofen nicht mehr aus.

Der Kombikessel bietet die Möglichkeit, neben klassischen Pellets auch Holzscheite und Hackschnitzel zu verbrennen.

Gern genutzte Variante – eine Kombination aus Pelletheizung und Solarthermie

Häufig werden reine Pelletheizungen auch mit Solarthermie für die Wasserversorgung kombiniert. So kann die Pelletheizung im Sommer ausgeschaltet bleiben, während die Solarkollektoren für die Warmwasseraufbereitung Sorge tragen.

Im Winter können die Sonnenkollektoren die Warmwasseraufbereitung durch die Pelletheizung zumindest unterstützen und diese somit ein Stück weit entlasten. Ein Faktor, der den CO2-Ausstoß im eigenen Haushalt noch weiter reduzieren kann.

 

Vorteile der Pelletheizung

Die Vorteile der Pelletheizung sind vielfältig. Zum einen ist das Heizen mit Pellets eine sehr umweltfreundliche Variante der Beheizung Ihrer Immobilie. Zum anderen sind die Kosten für den Brennstoff in Form von Holzpellets sehr niedrig – vor allem im Vergleich zu Brennstoffen wie Gas oder Öl.

Da Pelletheizungen neben anderen modernen Heizungsanlagen ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität der Bundesrepublik Deutschland sein können, ist auch die Förderung von Pelletheizungen in den vergangenen Jahren weiter intensiviert worden. Dabei ist die Förderung für den Neubau energieeffizienter Häuser und für die Sanierung von Altbauten im Jahr 2021 ohnehin auf komplett neue Füße gestellt worden.

Besonders interessant ist für Immobilieneigentümer in Sachen Förderung von Pelletheizungen dabei oftmals auch der Faktor, dass hier im Zusammenhang mit einer Austauschprämie für eine alte Ölheizung beispielsweise eine Gesamtförderung von bis zu 45 Prozent der Kosten erreicht werden kann.

Die Vorteile der Pelletheizung lassen sich unter dem Strich schnell zusammenfassen:

  • Pellets selbst verursachen nur geringe Kosten
  • Für die Anschaffung und Inbetriebnahme der Pelletheizung kann eine hohe Förderung beantragt werden
  • Heizen mit Pellets ist eine sehr umweltfreundliche Art des Heizens

 

Nachteile der Pelletheizung

Doch eine Pelletheizung hat nicht nur Vorteile. Auch wenn beim Thema Pelletheizung die Vorteile die Nachteile bei Weitem überwiegen, gibt es zwei Faktoren, die Sie vor der Planung einer Pelletheizung auf jeden Fall beachten sollten.

Da wäre zum einen der Kostenfaktor. Auch wenn es inzwischen eine finanzielle Förderung von staatlicher Seite für die Anschaffung und Inbetriebnahme von Pelletheizungen gibt, ist der Restbetrag, den Sie selbst tragen müssen, noch immer eine echte Investition. Immerhin zwischen 4.000 und 14.000 Euro kann allein der Pelletkessel kosten.

Dazu kommt der Umstand, dass Sie ein Pelletlager benötigen. Haben Sie ausreichend Raum für ein Pelletsilo, sind die Kosten vergleichsweise gering. Muss das Pelletsilo allerdings im Außenbereich beispielsweise neu errichtet und dann mit entsprechenden Anschlüssen zu Ihrer Heizung ins Haus geführt werden, können die Kosten für ein solches Pelletlager schnell in die Höhe schießen.

Auch die Feinstaub-Emissionen sind bei einer Pelletheizung höher als bei den meisten anderen Heizungsanlagen. Die Nachteile der Pelletheizung lassen sich ebenfalls schnell zusammenfassen:

  • vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
  • großer Platzbedarf
  • Feinstaub-Emissionen
  • Sie müssen für die regelmäßige Ascheentsorgung selbst Hand anlegen
  • Der Wartungsaufwand bei einer Pelletheizung ist in der Regel höher als bei herkömmlichen Heizungsanlagen

 

Fazit – die Pelletheizung kann ein guter Schritt in Richtung Klimaneutralität sein

Es gibt eine ganze Menge an Möglichkeiten, CO2 einzusparen. Eine solche Möglichkeit, bei der Sie noch nicht einmal auf etwas verzichten müssen, ist die Umstellung von einer Öl- oder Gasheizung auf eine Pelletheizung. Die Vorteile der Pelletheizung sind dabei vielfältig. Von der Nutzung erneuerbarer Energien bis hin zu dem Faktor, dass der Betrieb der Heizung als solcher in der Regel günstiger ist als bei den meisten älteren Heizungsanlagen.

Selbst der finanzielle Aufwand für die Betreibung von Wärmepumpen kann über dem einer Pelletheizung liegen, wenn Sie den Strom für die Wärmepumpe nicht aus Solarenergie gewinnen können. Sie müssen allerdings für die Umstellung auf die Pelletheizung mit erheblichen Kosten für die Anschaffung und Inbetriebnahme der neuen Anlage rechnen.

 

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