Gartenarbeit im Herbst

Gartenarbeit ist aus vielen Gründen gut für den Menschen, da wäre beispielsweise der gesundheitliche Aspekt. Regelmäßige Gartenarbeit senkt nachweislich den Blutdruck, wirkt als natürliches Antidepressivum und kann sogar die Leistungsfähigkeit des Körpers beträchtlich erhöhen.

Dazu kommt ein Punkt, der gerade im Herbst eine große Rolle spielt, wenn die jährliche Grippewelle im Anmarsch ist oder andere Virenkrankheiten wie COVID-19, gefährlich werden können: Bei der Gartenarbeit kann der Körper neues Vitamin D produzieren. Tatsächlich haben verschiedene Studien gezeigt, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D sowohl die gesundheitlichen Auswirkungen einer normalen Grippe, als auch den Verlauf einer COVID-19-Infektion positiv beeinflussen können.

Außerdem macht die Gartenarbeit vielen Menschen einfach Spaß und sorgt zusätzlich dafür, dass wir unsere Gärten sauber und ordentlich halten können. Statistiken zeigen, dass immerhin rund 22 Prozent der Menschen in Deutschland im Jahr 2020 rund einmal die Woche oder öfter Gartenarbeit erledigt haben.

Doch welche Gartenarbeit ist im Herbst überhaupt möglich? Und gibt es vielleicht sogar gesetzliche Einschränkungen in Sachen Gartenarbeit im Herbst? Wir haben die möglichen Tätigkeiten an der fristen Luft im Herbst einmal näher unter die Lupe genommen und hier eine Reihe ebenso entspannender Aktivitäten im Garten für Sie zusammengetragen.

Laub entfernen

Wer einen Laubbaum im Garten oder in der Nachbarschaft hat, der kennt das Vergnügen. Jedes Jahr aufs Neue, wenn das Laub sich erst goldgelb, dann je nach Baumart auch mal rot und braun färbt und anschließend herabfällt, wird es Zeit, das Laub vom Rasen zu entfernen. Wer Igel mag und ihnen auch im Winter gern einen Unterschlupf gewähren möchte, kann einen Teil des Laubs auch unter Hecken oder Büsche legen und eine warme Schicht schaffen, in der sich der Igel sich bequem einquartieren kann. Ansonsten kommt das Laub auf den Kompost oder in die braune Bio-Tonne.

Tipp

Wer Kinder hat, sollte auf keinen Fall darauf verzichten, im Herbst den einen oder anderen Laubhaufen zu machen und die Kinder darin herumtollen zu lassen. Gerade mit einer Kamera mit Zeitlupenfunktion lassen sich dabei tolle Bilderstrecken und Videos drehen. Die perfekte Erinnerung für die Zukunft.

Blumenzwiebeln stecken

Wer möchte, dass sein Garten im Frühling direkt zu erblühen beginnt, sollte bereits im Herbst entsprechend vorarbeiten. Es gibt verschiedene Blumensorten, die bereits im Herbst gepflanzt werden wollen, damit sie im Frühling gut wachsen und gedeihen. Da wären zum Beispiel:

  • Tulpen (Steckzeit für die Zwiebeln zwischen September und November)
  • Krokusse (Steckzeit ab September)
  • Narzissen (Steckzeit sind hier die Monate September und Oktober)
  • Hyazinthen (Steckzeit ab Mitte Oktober)

Kleinere Baumaßnahmen im Garten

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, im Herbst den Garten umzubauen, damit im nächsten Frühling alles perfekt ist. Eine dieser Möglichkeiten ist die Schaffung eines neuen Sonnenschutzes. Entscheiden Sie sich dabei beispielsweise für eine Standmarkise für Ihre Terrasse, kann diese auch im Herbst und im Frühling als Windschutz genutzt werden. So können Sie die Zeit, in der Sie auf der Terrasse sitzen können auf das Jahr gerechnet deutlich verlängern.

Stauden und Büsche schneiden

An Stauden und Büschen sollten nach dem Ende des Sommers oder spätestens vor der neuen Blüte alle alten Stämme und Äste, sowie alle nicht abgefallenen Blüten abgeschnitten werden, damit die Pflanze auch im nächsten Frühling wieder die Kraft hat auszuschlagen. Hier gehen die Meinungen zum besten Zeitpunkt tatsächlich ein Stück weit auseinander. Während die einen empfehlen, den Schnitt im Herbst vorzunehmen, damit die Pflanze im Winter keine Kraft in abgestorbene Bereiche stecken muss, sagen andere, dass der Frühling kurz vor dem ersten Ausschlagen der richtige Zeitpunkt wäre.

Achtung:

Wenn Sie mit dem Schnitt auf den Frühling warten wollen, sollten Sie die Wetterverhältnisse genau im Auge behalten. Da es inzwischen oftmals schon sehr früh im Jahr vergleichsweise warme Tage gibt, könnten Ihre Büsche und Stauden schon vor dem Frühlingsbeginn ausschlagen. Damit die Pflanzen sich aber auch im neuen Jahr optimal entfalten können, sollte der Schnitt vor dem ersten Ausschlagen erfolgen. Wer hier sichergehen möchte, sollte den Schnitt tatsächlich bereits im Herbst erledigen.

Samen sammeln

Die kostengünstigste Methode, jedes Jahr aufs Neue einen wunderschön blühenden Garten zu haben und dabei auch noch gezielt steuern zu können, an welchen Ecken welche Blumen wachsen sollen, ist das Sammeln von Samen. Der Beginn des Herbstes ist dazu die beste Jahreszeit. Wenn eine Blume verwelkt ist und die Fruchtstände beginnen sich braun zu färben, sollten Sie mit der Ernte beginnen. Dazu ist ein trockener und windstiller Tag die beste Wahl.

Nach dem Sammeln müssen die Samen in einem vollkommen trockenen und dunklen Raum gelagert werden. Außerdem sollte der Lagerraum kühl sein. So bleibt die Keimfähigkeit des gesammelten Saatguts lange erhalten.

Hecke schneiden

Auch das Schneiden von Hecken im Herbst ist eine beliebte Tätigkeit. Hier soll noch einmal ein gerader Schnitt angebracht werden, bevor der Winter kommt. Stellt sich die Frage, ob es gesetzliche Einschränkungen gibt, denn für das Schneiden von Hecken und „lebenden Zäunen“ gibt es tatsächlich eine Rechtsnorm, die gewisse Einschränkungen auferlegt.

So regelt § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes unter anderem, dass Hecken in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten oder komplett beseitigt werden dürfen. Lediglich ein Formschnitt zur Pflege und beispielsweise, um die Sicht auf der Straße zu erhalten, ist in dieser Zeit gestattet. Auf die Frage: „Ab wann darf man seine Hecke schneiden?“, gibt es also eine recht einfache Antwort. Ab dem 1.10. dürfen Sie Ihrem Gestaltungsdrang auch im Bereich des Heckenschnitts freien Lauf lassen.

Rasenpflege

Sobald die Nächte kalt und frostig werden, beginnt für den Rasen die Winterruhe. In dieser Zeit wächst er nicht mehr wahrnehmbar. Bevor also der erste Frost kommt, sollte noch einmal ein letzter Schnitt erfolgen. Gerade wenn Sie einen großen Garten besitzen, kann das Rasenmähen den größten Teil der Gartenarbeit ausmachen. Für Familien mit Kindern ist ein Garten mit großer Rasenfläche sicherlich optimal. Wenn Sie allerdings kein Freund ausgiebiger Gartenarbeit sind, sollten Sie schon beim Kauf einer Immobilie darauf achten, dass der Garten möglichst pflegeleicht angelegt ist.

Fazit

Es gibt auch im Herbst noch eine ganze Menge an Möglichkeiten, im Garten tätig zu werden. Vor allem, bevor die wirklich dunkle Jahreszeit mit dem Winter anbricht, ist es für viele Menschen wichtig, noch einmal so viel Zeit wie möglich im Garten verbringen zu können. Letztlich können Sie festhalten, dass der Grundstein für einen schönen Garten im Frühling immer im Herbst gelegt wird.

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